Mein eigenes Projekt
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Mit einer Nisthilfe Wildbienen unter die Flügel greifen!

Wildbienen haben in unseren geordneten, gestriegelten und einheitlichen Gärten oft ein schweres Leben. Nicht nur, dass ihnen natürlich vorkommende Nahrungsquellen fehlen. Nein, auch Ablageplätze für ihre Nachkommen sind Mangelware.

Für Honigbienen hat HOFER in der Firmenzentrale in Sattledt bereits ein eigenes Bienenhaus mit mehreren Bienenstöcken errichtet. Nun gehen wir einen Schritt weiter und greifen auch ihren wild lebenden Geschwistern unter die Flügel. Dazu haben wir selbst ein Wildbienenhotel - besser bekannt als Nisthilfe - gebaut und in der Nähe unseres Honigbienen-Hotels in Sattledt aufgestellt.

Auch Sie können mit einfachen Mitteln den Wildbienen helfen, indem Sie ihnen ein passendes Zuhause schaffen. Der Bau einer Nisthilfe ist nämlich viel einfacher, als man denkt. Selbstverständlich unterstützen wir Sie dabei - mit unserer Anleitung zum Selberbauen eines Wildbienenhotels. Darin enthalten, sind viele wertvolle Tipps und Tricks, die wir selbst erprobt haben. Also, nichts wie los. Unsere geflügelten Helfer werden es Ihnen mit ihrem zahlreichen Einzug ins Wildbienenhotel danken!

Wildbienen sind wählerisch - so nah wie möglich an der Natur lautet die Devise

Wildbiene

Wie der Name bereits vermuten lässt, imitieren Nisthilfen die natürlichen Brutorte von Bienen. In einer Zeit, wo natürliche Brutstätten immer seltener werden, wächst deren Bedeutung für den Fortbestand und die Förderung der Wildbienen. Zu den natürlichen Brutstätten zählen sogenannte Fraßgänge von Käfern oder anderen Insekten, Totholz, Erde, markhaltige Stängel, Lehmgruben, Steilwände oder Ähnliches.

Doch Wildbienen sind wählerisch. Damit möglichst viele von ihnen Ihre Nisthilfe auch in Anspruch nehmen, muss diese so gut wie nur möglich an die natürlichen Bedingungen angepasst sein. Aber auch die Anbringung ist wichtig. So ist z. B. darauf zu achten, dass das Wildbienenhotel nicht vollständig Wind und Wetter ausgesetzt ist. Doch nur keine Scheu! Bei richtiger Bauweise werden schon bald zahlreiche Wildbienen auch Ihren Garten beflügeln. Und spannend ist das Ganze obendrein! Denn wer hätte gewusst, dass alleine in Österreich fast 700 verschieden Wildbienenarten leben? Weltweit sind es sogar über 16.000!

Keine Angst vor Stichen

Übrigens: Von den Stichen einer Wildbiene droht keine Gefahr! Denn die meisten von ihnen sind so klein, dass ihr Stachel die menschliche Haut gar nicht durchdringen kann. Und wenn doch, ist so ein Stich kaum spürbar und verursacht in den seltensten Fällen Schmerzen oder allergische Reaktionen. Die wenigsten Wildbienen sind außerdem sozial organisiert. Das bedeutet, dass sie kein kollektives Verteidigungsverhalten an den Tag legen. Droht Gefahr nimmt eine Wildbiene lieber Reiß aus, sie muss schließlich nicht wie die Honigbiene ein ganzes Volk verteidigen.

Vielfalt schaffen durch Abwechslung

Bis die ersten Bienchen ihr neues Zuhause beziehen, kann jedoch einiges an Zeit vergehen. Geduld ist also gefragt. Doch auch die beste und schönste Nisthilfe ist nutzlos, wenn die fleißigen Helfer in ihrer Umgebung keine Nahrungsquellen finden und sich dort deshalb nicht ansiedeln. Wichtig ist daher, dass im Umkreis der Nisthilfe bienenfreundliche Pflanzen und Blumen angebaut werden. So können sich die frisch geschlüpften Bienchen gleich in der Nähe der Nisthilfe den Bauch vollschlagen.

Gibt es bereits eine Wildbienenpopulation in der Umgebung, so wird diese die Hotels gerne in Anspruch nehmen. Es macht daher auch Sinn, Jahr für Jahr die Anzahl der Nistplätze zu erhöhen. Denn je mehr Bienen bei Ihnen wohnen, desto eher vermehren sich diese und umso mehr Nistplätze werden benötigt. Durch viele verschiedene Typen von Nisthilfen kann außerdem ein breites Artenspektrum gefördert werden. Doch nicht allen Gattungen der summenden Insekten helfen die selbst gebauten Nisthilfen. Denn fast Dreiviertel von ihnen legen ihre Eier im Boden ab. Deshalb ist es besonders wichtig, zusätzlich zu den Nisthilfen, auch natürliche Erdflächen zu erhalten.

Wo stelle ich meine Nisthilfe auf?

Am besten eignen sich sonnige Mauern, um eine Nisthilfe anzubringen. Der neue Wohnraum sollte dabei Südost bis Südwest ausgerichtet sein. Eine Ausrichtung gegen Norden ist eher ungünstig, da die Nisthilfe sonst zu wenig Sonne bekommt und nicht trocken genug bleibt. Die Gänge müssen waagrecht angelegt sein. Darüber hinaus darf die Nisthilfe nicht frei baumeln. Übrigens, im Winter müssen die künstlichen Brutstätten unbedingt im Freien bleiben, denn durch die Wärme in der Wohnung würden die Bienen zu früh schlüpfen und anschließend verhungern.

Wichtig ist, dass jede der sechs beschriebenen Nisthilfen auch einzeln gebaut und aufgestellt werden kann. Wer den Wildbienen allerdings großen Wohnraum schaffen möchte, kann gerne alle Typen bauen und gemeinsam in einen Nisthilfen-Kasten geben. Dieser sieht nicht nur hübsch aus, sondern bietet auch zusätzlich Schutz vor Regen und praller Sonne. Kleiner Tipp: Die Erdbodennisthilfe sowie die markhaltige Ranke können nicht in den Kasten gegeben werden. Denn die markhaltige Ranke muss in den Boden gesteckt werden und die Erdbodennisthilfe muss von den Bienen im Flug von oben gesehen werden.

Und schon kann es los gehen. In unserer Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie schnell und einfach sechs verschiedene Nisthilfen bauen können.

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