Klimaschutz
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Energieverbrauch auf Minimum reduzieren

HOFER hat es sich zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch sowie die CO2-Emissionen in allen Filialen auf das notwendige Minimum zu reduzieren. Um Energiefresser leichter ausmachen und ausschalten zu können, wurde ein detailliertes System zum Monitoring des Energieverbrauchs entwickelt. Denn die Optimierung der knapp 480 bestehenden HOFER Filialen ist mindestens genauso wichtig wie der Neubau von zukunftsweisenden, energiesparenden Verkaufslokalen.

Massnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs

HOFER stattet alle neuen Filialen seit 2003 mit einer zentralen Marktsteuerung aus. Diese Anlage regelt sämtliche Stromverbraucher wie beispielsweise Beleuchtung oder Lüftung. Darüber hinaus misst sie über Stromsubzähler die einzelnen Verbrauchswerte der größten Stromfresser. Die dadurch gewonnenen Daten stellen die Grundlage des etablierten Energieverbrauchsmonitoring-Systems zur laufenden Optimierung dar.

Die laufende Verbesserung folgender Bereiche hat in den letzten Jahren zu einer deutlichen Senkung des Stromverbrauchs geführt:

  • Verringerung der Leuchtkörperanzahl
  • Verringerung der Beleuchtungslaufzeiten
  • Umstieg auf Leuchtmittel mit geringerer Leistungsaufnahme
  • Verstärkter Einsatz von LED-Beleuchtung
  • Verringerung der Lüftungslaufzeiten
  • Steigerung der Energieeffizienz von Kühlregalen und Tiefkühltruhen
  • Schulung aller Mitarbeiter zum verantwortungsvollen Umgang mit Energie

Seit dem Jahr 2008 verfügen neu angeschaffte Kühlregale und Tiefkühltruhen über Energiesparlüfter - und das mit nachhaltigem Erfolg: Die Kühlgeräte verbrauchen dadurch rund 10 % weniger Energie. Weitere 20 % werden durch den Umstieg auf eine der modernsten Steuerungstechniken bei den Tiefkühltruhen eingespart. Diese Technologie ermöglicht eine automatische Drehzahlregelung des Kompressors, angepasst an den tatsächlich benötigten Kältebedarf. Denn schließlich ist der Kompressor für die Kühlleistung zuständig.

Energierückgewinnung im Lüftungssystem

In 85 % der Filialen ist im Lüftungssystem eine Wärmerückgewinnung integriert. Die Abwärme der Backöfen, der Tiefkühltruhen, der Verkaufsraumbeleuchtung sowie die Wärme, welche die Kunden während des Einkaufs in der Filiale abgeben, wird während der kalten Jahreszeit abgesaugt und über die Wärmerückgewinnung wieder in den Verkaufsraum geleitet. Diese Maßnahme spart maßgeblich Heizenergie und verhindert im Winter die ansonsten notwendige Klimatisierung des Backraums.

Zusätzlich hat HOFER bereits seit jeher alle Filialen mit einem System zur Nutzung der Abwärme der Kälteanlagen ausgestattet. Damit wird die Abwärme der Kühlanlage zur Beheizung der Filialen genutzt. Doch wie funktioniert das konkret? Durch die Erzeugung von kalter Luft in den Kühlregalen entsteht Abwärme, welche im Regelfall nach außen abgeleitet wird. Das bei HOFER verwendete System nutzt diese Abwärme als zusätzliche, kostenneutrale Heizenergie.

Die Abdeckung des restlichen Heizbedarfs erfolgte in der Vergangenheit mit fossilen Energieträgern wie Gas oder Öl. Seit 2007 werden neue Filialen mit einer Luft-Wärmepumpe zur Beheizung ausgerüstet, wodurch der Einsatz von fossilen Brennstoffen bei bereits 27 % aller Filialen vollständig entfällt.

Einsatz von umweltfreundlicheren Kältemitteln

In der Vergangenheit setzte HOFER in den Kälteanlagen das starke Treibhausgas R404A als Kältemittel ein. Geringe, unvermeidbare Austritte dieses Kältemittels durch Rohrleitungen, Schweiß- und Lötstellen etc. führten jährlich zu Emissionen von rund 17 t CO2-Äquivalenten pro Filiale. Um dem entgegensteuern zu können, wird seit 2011 bei neuen Kälteanlagen das umweltfreundlichere Kältemittel R134a eingesetzt, die Kältemittel-Füllmenge reduziert und die Verlustrate minimiert. Die beachtliche Bilanz: Die jährliche CO2-Emission konnte um rund 14 t auf 3 t CO2 pro Filiale reduziert werden.

Mittels eines eigens entwickelten Monitoringsystems werden automatisch jene Filialen gemeldet, deren Kälteanlagen Kältemittel verlieren. Je schneller und effizienter derartige Fehler entdeckt und behoben werden, desto nachhaltiger können wir Schäden für unsere Umwelt vermeiden. Mittelfristiges Ziel ist der Einsatz eines für unser Klima unproblematischen, natürlichen Kältemittels.

Neue Konzepte für neue und bestehende Filialen

Bestehende Filialen werden laufend modernisiert. Dabei spielen Energieeffizienz und moderne Architektur eine wesentliche Rolle. Dennoch sind neu gebaute Filialen noch energieeffizienter als bestehende und verbrauchen rund 15 % weniger Strom. Bei diesen führen wir ab dem Baujahr 2012 die gesamte Abwärme der Kältegewinnung nicht mehr über die Lüftung, sondern über einen Wasserkreislauf im Fußboden der Filiale zu. Durch diese Maßnahme kann das Verkaufslokal auch an kalten Tagen sehr energieeffizient beheizt werden.

Im Zuge der Konzeptänderung kommt außerdem eine wesentlich kleiner dimensionierte Lüftung zum Einsatz, die bedarfsgerecht entsprechend der Luftqualität innerhalb der Filiale betrieben wird. Dies reduziert die Lüftungslaufzeit und sorgt für einen geringeren Stromverbrauch. Weitere Einsparungen bringt die neu entwickelte LED-Beleuchtung im Kühlregal, in den Tiefkühltruhen und in den Logos.

Zertifizierung fürs Energiemanagementsystem

Durch all diese Maßnahmen macht HOFER aktiv Jagd auf Energiefresser und trägt zur CO2-Reduktion bei. Diese konsequente Klimaschutz-Politik wurde mit einer Zertifizierung belohnt, die uns ab Dezember 2015 für unser Energiemanagementsystem auszeichnet. Die Zertifizierung nach der Norm DIN EN ISO 50001 durch den TÜV AUSTRIA attestiert eine laufende Verbesserung der Energieeffizienz, um Umwelt und Klima zu schonen. Darüber hinaus wurden sämtliche Regionalverkaufsleiter von HOFER, die jeweils drei bis fünf Filialen betreuen, zu Energiespezialisten ausgebildet.

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