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HOFER Verpackungsmission

Die HOFER Verpackungsmission: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln.

Die Qualität und Sicherheit unserer Produkte hat für uns höchste Priorität. Produktverpackungen sorgen dafür, dass unsere Lebensmittel vor äußeren Einflüssen geschützt werden, ihre Qualität erhalten bleibt und Lebensmittelverluste vermieden werden. Je nach Produkt und dessen jeweiligen Ansprüchen werden verschiedene Materialien wie beispielsweise Karton, Plastik oder Verbundmaterialien eingesetzt. Gleichzeitig stellen Verpackungen jedoch eine große Herausforderung für die Umwelt dar. Deswegen setzen wir uns bereits seit vielen Jahren überall im Unternehmen dafür ein, Verpackung zu vermeiden, wiederzuverwenden und zu recyceln.

Unsere Offensive gegen Verpackungsabfall

Mit dem Projekt „Die HOFER Verpackungsmission: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln“ gehen wir das Thema Verpackungen ab dem Jahr 2018 auf den ersten drei Ebenen der Abfallhierarchie noch ganzheitlicher und strategischer an. Folgende ambitionierte Ziele haben wir uns für unsere Eigenmarken-Produkte gesetzt:

  • Wir reduzieren die Verpackungsmenge bei Eigenmarken um 30 % bis 2025 (gemessen am Verhältnis des Materialgewichtes zum Umsatz).
  • Darüber hinaus werden wir die Auswahl an unverpackten Obst und Gemüse in den nächsten Jahren stetig ausweiten.
  • Bis 2022 sind 100 % der Verpackungen unseres Standardsortiments recyclingfähig.
  • Mittelfristig sollen die Verpackungen unserer Eigenmarken-Produkte bewertet werden, um diese hinsichtlich wesentlicher Nachhaltigkeitskriterien zu optimieren.
  • Bis Ende 2019 listen wir Plastikwattestäbchen sowie Einwegplastikprodukte (z.B. Becher, Geschirr, Besteck, …) aus.
Infografik HOFER Verpackungsmission

Warum verpacken wir unsere Produkte?

Verpackungen schirmen das Produkt vor äußeren Einflüssen (Mikroorganismen, Sauerstoff, Licht, mechanische Belastung, etc.) ab und tragen dazu bei, dass Lebensmittelverluste vermieden werden. Zudem dient Verpackung der Unterscheidung zwischen biologischen und konventionellen Produkten. Sie dienen nicht nur der Kennzeichnung der Ware, sondern sorgen auch dafür, dass die Ware beim Transport vom Ursprung bis hin zum Kunden optimal geschützt bleibt. Wir legen besonderen Wert darauf, dass Lebensmittel nicht unnötig verschwendet und optimal durch die Verpackung geschützt werden. Je nach Produkt und dessen jeweiligen Ansprüchen werden verschiedene Materialien wie beispielsweise Karton, Plastik oder Verbundmaterialien eingesetzt.

Was wir bisher erreicht haben

Wir verfolgen ein klares Prinzip im Umgang mit Verpackungen: Wir prüfen fortlaufend, wie viel Verpackung bei unseren Produkten notwendig ist und sind bemüht sie zu reduzieren oder zu vermeiden. Wir konnten in den vergangenen Jahren bereits viel erreichen:

  • Um unnötige Produktverpackungen zu vermeiden, setzen wir auch für den Transport von Brot, Gebäck, Obst und Gemüse vom Lager in die Filialen, wo immer möglich wiederverwendbare Mehrweg-Transportkisten ein. 
  • Anfang 2017 haben wir das Einweg-Kunststofftragetasche in unseren Filialen abgeschafft und durch Mehrweg-Tragetaschen ersetzt. 
  • Bei Obst und Gemüse bemühen wir uns die Ware unverpackt anzubieten. Wo das nicht möglich ist, versuchen wir alternative Verpackungsmaterialien einzusetzen. Dabei kommen innovative Lösungen wie beispielsweise das Laserbranding oder Zellulosefolie bzw. Zellulosenetze zum Einsatz.
  • Auch bei unseren Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln haben wir bereits Optimierungen der Verpackungen umgesetzt. So wurde beispielsweise bei unseren flüssigen Voll- und Colorwaschmitteln das Verpackungsvolumen bei gleichbleibenden Waschgängen verringert. Auch bei den Spülmitteln finden sich PET-Flaschen, die zu 100 % aus recyceltem Material bestehen.

Unsere aktuellen Tests und Maßnahmen

Das Thema Verpackungen ist in vielen Bereichen eines Unternehmens präsent. Entsprechend vielfältig ist unser Engagement. Manches ist dabei für den Außenstehenden offensichtlich – wie etwa das Verschwinden unserer Einweg-Kunststofftragetaschen an den Kassen. Anderes wirkt eher im Verborgenen – ist aber mitunter dennoch äußerst wirkungsvoll.

1. Vermeiden & Reduzieren

Weniger Verpackungen bei Obst & Gemüse

  • Wir verzichten bei Bananen auf Verpackungsfolie und können dadurch jährlich knapp 50 Tonnen Kunststoff einsparen. Die Auswahl an unverpackten Produkten erweitern wir fortlaufend und sorgen dafür, dass nach dem Kauf weniger Verpackungsabfall anfällt.
  • Seit kurzem testen wir im Bereich Obst und Gemüse das Laserbranding von Produkten, sodass die notwendige Deklaration nicht mehr mittels Verpackungsfolie oder Sticker auf der Frucht angebracht werden muss. In einem Laserverfahren wird dabei auf der Schale von Obst oder Gemüse eine Kennzeichnung aufgebracht, die alle relevanten Informationen direkt auf der Ware erkenntlich macht - so ist keine zusätzliche Umverpackung erforderlich. 
  • Wenn bei Obst und Gemüse Verpackung eingesetzt wird, so erfolgt das aus Gründen der Haltbarkeit bzw. auch aus Gründen der Unterscheidung zwischen Bio- bzw. FAIRTRADE-Ware und konventioneller Ware. Um den Einsatz von erdölbasiertem Plastik zu reduzieren, wird Obst und Gemüse unserer Bio-Marken „Zurück zum Ursprung“ (siehe auch https://www.zurueckzumursprung.at/grundwerte/so-weit-muss-bio-gehen/verpackung/ ) und „Natur Aktiv“, wo immer möglich, in einer kompostierbaren Folie abgepackt. Wir achten darauf, dass die Kunststofffolie nicht aus Rohstoffen hergestellt wird, die auch als Lebensmittel verwendet werden können (z.B. Mais- oder Kartoffelstärke). Die Zellulosefolie wird stattdessen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz hergestellt, ist 100 % gentechnikfrei und weitgehend CO2-neutral.
  • Außerdem haben wir ein Projekt zur Vermeidung von schlecht abbaubarem PVC in Apfelverpackungen gestartet und geschäumte Kunststofftassen weitgehend durch Kartontassen ersetzt.
HOFER Verpackungsmission

Materialeinsparungen für schlankere und nachhaltigere Verpackungen

  • Durch optimierte Shorty-Verschlüsse für PET-Flaschen (verkleinerte PET-Flaschen-Verschlüsse mit geringerem Materialeinsatz) und Compressed Dosen bei Haarspray konnten wir den Kunststoffverbrauch weiter senken. 
  • Auch bei der Verpackung von Schuhen haben wir in der Vergangenheit von Polybeutel auf Pocket-Tags aus Papier umgestellt und dadurch bereits mehrere Tonnen Kunststoff eingespart. 
  • Sowohl bei den Überkartons als auch bei Produktverpackungen unseres Fleisch- und Wurstsortiments haben wir Reduktionen des Materialeinsatzes durchgeführt.

Umstellung von Einwegplastik-Artikeln

Bis Ende 2019 listen wir Plastikwattestäbchen sowie Einwegplastikprodukte (z.B. Becher, Geschirr, Besteck, Strohhalme) aus. Wattestäbchen mit Plastikschaft werden sukzessive durch Varianten aus Papier bzw. kunststofffreie Materialien ersetzt. 

2. Wiederverwenden

Mehrweg- statt Einweg- Kunststofftragetaschen

  • Nicht nur bei Produktverpackungen setzen wir verstärkt auf alternative Lösungen. Ein deutliches Zeichen in Richtung Nachhaltigkeit erfolgte mit der Abschaffung der herkömmlichen Einweg-Kunststofftaschen Anfang 2017. Seither können Kunden auf ein besonders günstiges Angebot an umweltfreundlichen Mehrweg-Tragetaschen zurückgreifen - zum Teil mit Motiven namhafter österreichischer Künstler. 

Langlebige Mehrwegkisten

  • Für den Transport von Brot, Gebäck, Obst und Gemüse vom Lager in die Filialen kommen, wo immer möglich, Mehrweg-Transportkisten (so genannte Poolkisten) zum Einsatz. Auch für den Transport von unserem Obst und Gemüse aus Europa verwenden wir diese Kisten. Die einzige Einschränkung dabei ist, dass das jeweilige Produkt für Mehrweggebinde geeignet sein muss. Die Vorteile sind vielfältig: Einerseits schützen sie durch ihre stabile Konstruktion, die sichere Verschlusstechnik und die glatten Innenflächen unser Obst und Gemüse beim Transport optimal. Andererseits können die Kisten zu 100 % recycelt werden, falls sie kaputt gehen. Außerdem erzielen wir durch die Klapp- und Stapelbarkeit beim Leerguttransport höhere Auslastungen. Dadurch werden nicht nur Transportkosten eingespart, welche wir wiederum an unsere Kunden weitergeben, sondern auch Transportwege. 

3. Recyceln

Aus Altem Neues schaffen

  • Wo sich Verpackungen nicht vermeiden lassen, achten wir auf deren Recyclingfähigkeit und den Rezyklateinsatz und wählen – soweit möglich – Verpackungen mit einem hohen Anteil an wiederverwertbarem Kunststoff. Damit unterstützen wir nicht nur die Pläne im Rahmen der EU-Plastikstrategie, sondern auch den Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Österreich. So können aus recycelten Verpackungsmaterialien neue erzeugt werden.
  • Viele unserer PET-Getränkeflaschen enthalten bereits recyceltes Material.
  • Bei den Spülmitteln finden sich PET-Flaschen, die zu 100 % aus recyceltem Material bestehen.
  • Im konventionellen Bereich versuchen wir bei den Obstschalen vermehrt Recyclingkunststoff (Recycling-PET) einzusetzen. 

Abfall als Rohstoff für die Kreislaufwirtschaft

Anfallende Verpackungsabfälle in unseren Filialen, wie zum Beispiel Umkartons, führen wir dem Recycling zu – denn Abfall ist für uns kein Müll, sondern ein wertvoller Rohstoff.

  • In den Filialen und Zentralniederlassungen betrug die Recyclingrate bei angefallenem Papier und Kartonagen im Jahr 2017 100 %.
  • Eine weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit sind Recycling-Müllbeutel, die zu 100 % aus Kunststoffabfällen der HOFER-Filialen und des Lagers bestehen und im Sommer als Aktionsartikel erhältlich waren. Rund 100 Tonnen Plastikmüll wurden zu diesem Zweck recycelt und zu 120 Liter-Recycling-Müllbeutel der Eigenmarke „folio eco“ verarbeitet. Eine Neuauflage des Aktionsartikels ist derzeit in Prüfung.

WIR MÖCHTEN UNS laufend WEITERENTWICKELN

Wir sind bemüht über die Entwicklungen der Verpackungsindustrie am Laufenden zu bleiben und unterstützen außerdem Studien und Forschungsprojekte, die sich mit Produktverpackungen und innovativen Lösungen beschäftigen. Beispielsweise haben wir eine Studie der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und denkstatt unterstützt, welche sich mit dem Thema „Vermeidung von Lebensmittelabfällen durch Verpackung“ beschäftigte. Ein zentraler Output dieser Studie war, dass der Umweltaufwand insbesondere bei hochwertigen Lebensmitteln (z.B. Fleisch oder Käse) reduziert werden kann, wenn durch die Verpackung Lebensmittelabfall vermieden wird (z.B. durch bessere/längere Haltbarkeit). Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier: http://denkstatt.at/abfallvermeidung.html. Darüber hinaus haben wir auch eine Studie des WWF zum Thema Kunststoffverpackungen und -alternativen unterstützt und beteiligen uns außerdem an einem geplanten Forschungsprojekt der FH Campus Wien zur Entwicklung von Bewertungsmethoden für nachhaltige Produktverpackungen.

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