Bienenprojekt
Bienenprojekt

Das Bienenjahr des Imkers

Imker beschäftigen sich mit der Haltung, Vermehrung und Züchtung von Honigbienen sowie der Produktion von Honig und anderen Bienenprodukten. Wie sich das Bienenjahr für unseren Imker gestaltet, möchten wir Ihnen auf dieser Seite zeigen.

Jän / Feb  März  April  Mai / Juni  Juli   Aug   Sept   Okt   Nov   Dez

Jänner / Februar

In den Wintermonaten kontrolliert unser Imker in regelmäßigen Abständen die Fluglöcher und befreit sie gegebenenfalls von Unrat. Sie müssen stets offen sein, damit die Bienen an schönen Tagen auch ungehindert ausfliegen können. Da die Fluglöcher unseres Bienenhotels überdacht sind, stellt der Schnee für unsere geflügelten Freunde kein Problem dar. Die mit Gittern versehenen Böden der Bienenstöcke sorgen außerdem für eine gute Zirkulation der Luft.

Unser Imker nutzt die kalte Jahreszeit insbesondere auch zur Reinigung und Reparatur der Rähmchen, der Bienenbeuten (unbewohnte Stöcke) und des Bienenhauses. Zusätzlich bildet er sich im Winter weiter, liest fachspezifische Bücher und besucht regelmäßig Imker-Veranstaltungen. Denn man hat ja bekanntlich nie ausgelernt.

März

Im März steht eine Prüfung an den Bienenvölkern, auch als Frühjahrsrevision bekannt, auf dem Programm. Der Imker kontrolliert, ob die Völker genügend Futter haben und reinigt das Bodenbrett der Stöcke. Wichtig ist, dass der Imker die so genannte Weiselrichtigkeit überprüft. Diese weist darauf hin, ob jeweils eine begattete Königin in je einem Bienenvolk vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, wird das Volk aufgelöst. Das bedeutet, dass die darin lebenden Bienen sich anderen Völkern anschließen müssen. Gleiches geschieht mit schwachen Völkern.

Bislang war unser Imker mit den Revisionen sehr zufrieden. Die Bienenvölker, die das Bienenhotel in Sattledt ihre Heimat nennen, haben die kalte Jahreszeit meist sehr gut überstanden - ein Umstand, der sehr erfreulich und alles andere als selbstverständlich ist. Wichtig dabei ist, dass die Königin nach dem Winter wohlauf ist und fleißig Eier legt. Bei schönem Wetter sind im März auch schon die ersten Bienen unterwegs, um Pollen zu sammeln. Der Pollen ist in dieser Jahreszeit sehr wertvoll, da er zum Ernähren der Bienenbrut unabkömmlich ist - eine Voraussetzung dafür, dass sich das Volk im Frühjahr rasch und gut entwickeln kann.

April

Der Imker baut im April die Völker auf. Dazu setzt er Waben und Mittelwände je nach Platzbedarf ein und gibt ein leeres Rähmchen in den Stock, das für den Ausbau mit Drohnenzellen vorgesehen ist. In diesen Zellen legt die Königin unbefruchtete Eier. Die Bienen entwickeln sich bei angenehmen Temperaturen prächtig und sind dahingehend dann auch in der Volksentwicklung weit fortgeschritten. Das erkennt der Imker unter anderem an den großflächigen Brutflächen im Bienenvolk.

Ein besonderes Problem stellen die Varroamilben dar. Diese leben als Parasit im Bienenstock und sind in unseren Breiten sehr bekannt. Der Milbenbefall schwächt die Bienen, denn befallene Tiere besitzen eine deutlich kürzere Lebensspanne. Zusätzlich werden durch die Varroamilben schädigende Viren übertragen. Aus diesem Grund bekämpft der Imker ab April die Bildung und Vermehrung der Varroamilben, welche in den Brutzellen der Bienen erfolgt.

Mai / Juni

Auch im Mai und Juni baut unser Imker die Bienenvölker weiter auf. Er bildet in diesen zwei Monaten unter anderem die Jungvölker. Hierzu entnimmt er Rähmchen, in denen sich Brutzellen mit Eiern befinden - die so genannte Bienenbrut - aus einem starken Volk und gibt diese in einen unbewohnten Stock. Gibt es keine begattete Königin, die er zusetzen kann, „ziehen“ sich die Bienen selbst eine neue.
Das Schleudern von Nektarhonig fällt ebenfalls in diese Zeit.

Juli

Im Juli schleudert der Imker den Honigtau-Honig. Honigtauhonige unterscheiden sich von den meisten Blütenhonigen unter anderem durch ihre dunklere Farbe (rotbraun bis dunkelbraun), das kräftige, würzig-malzige Aroma sowie einen geringeren Gehalt an Fructose und Glucose. Während dieser Tätigkeit bildet der Imker so genannte Kehrschwärme. Das bedeutet, dass er Bienen aus dem „Honigraum“ samt einer begatteten Königin in einen neuen, unbewohnten Stock übersiedelt.

Der Imker fördert im Juli auch die Bildung von Bienenharz, in der Fachsprache Propolis genannt. Das Bienenharz ist wichtig, weil es vor Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen schützt. Dabei bedient sich unser Imker eines einfachen Tricks: Durch Unterlegen eines Streichholzes lässt er den Deckel des Bienenstocks einen Spalt breit offen. Bienen mögen innerhalb des Stocks weder Licht noch Zugluft. Infolgedessen kitten sie den Spalt immer wieder aufs Neue mit Propolis zu.

August

Im Hochsommer füttert der Imker die Bienen mit Zuckerwasser als Ersatz für den Honig, den er ihnen „stiehlt“. Es ist nun auch an der Zeit, die Bekämpfung der Varroamilben weiterzuführen. Hierzu setzt der Imker Ameisensäure ein. Zuvor schiebt er eine mit Speiseöl eingestrichene „Stockwindel“ in den Beutenboden. Bei dieser „Windel“ handelt es sich meist um eine ca. 0,5 cm hohe, rechteckige Kunststoff-Schale, die unter den Waben platziert wird. Den Erfolg der Behandlung stellt der Imker durch das Zählen der auf der Stockwindel klebenden, toten Varroamilben sicher.

September

Die Einfütterung der Bienen für die anstehende kalte Jahreszeit ist bis Mitte September abgeschlossen. In diesem Monat entnimmt unser Imker auch eine Probe des eingelagerten Futters, um eine weitere Bienenkrankheit - die so genannte amerikanische Faulbrut - erkennen zu können.

Oktober

Im Oktober steht die Herbstrevision an: Der Imker kontrolliert die Futtermenge innerhalb der Völker. Werden schwächere Bienenvölker von stärkeren ausgeraubt, sorgt er für einen Futterausgleich.

November

Der November ist die ideale Zeit, um alles zu organisieren, was aufgrund früherer Tätigkeiten noch liegengeblieben ist. In diesem Monat kümmert sich unser Imker beispielsweise um die weitere Verarbeitung von Honig.

Dezember

Am Ende des Jahres sorgt der Imker dafür, dass seine Bienenvölker den anstehenden Winter gut überstehen. Er führt hierzu eine weitere Bekämpfung der noch verbliebenen Varroamilben durch und beträufelt die fliegenden Helfer mit einer warmen, wässrigen Lösung aus Zucker und 3,5 Prozent Oxalsäure. Der Zyklus kann bald von vorne beginnen…

Video
Video
 
CO2-Projekt
CO2-Projekt
 
Klimaschutz
Klimaschutz
 
Nisthilfe für Wildbienen
Nisthilfe für Wildbienen
 
E-Ladestationen
E-Ladestationen
 
Abenteuer
Abenteuer
 
 CO2-emissionsfreie Filialen
CO2-emissionsfreie Filialen
 
Kosmetikprodukte
Kosmetikprodukte
 
Flurreinigung
Flurreinigung
 
Grüne Smoothies
Grüne Smoothies