Bienenprojekt
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Die Honigbiene in Österreich

Rund 20.000 verschiedene Bienenarten bevölkern unsere Erde, 690 davon leben in Österreich. Die Honigbiene zählt mit Sicherheit zu den bekanntesten Arten, insbesondere in unseren Breitengraden. Aufgrund ihres vermeintlich friedlicheren Verhaltens und den höheren Honigerträgen ist sie vor allem bei Imkern seit jeher sehr beliebt. Auf den Honigraub an wilden Bienenstöcken folgte die Waldimkerei, bei der ausgehöhlte Baumstämme als Bienenbehausung dienten. Heute betreuen die Imker meist Bienenstöcke in dafür vorgesehenen Bienenhäusern - bestes Beispiel ist das HOFER-eigene Bienenhotel in Sattledt.

Bienenhotel in Sattledt
Bienenhotel in Sattledt

Die Honigbiene ist ein Hautflügler und gehört damit zur großen Gruppe der Insekten. Sie ist in neun Arten unterteilt, wobei man bei uns von der „westlichen Honigbiene“ spricht. Eines haben alle Honigbienen gemeinsam: Sie leben in einer sozialen Struktur - dem so genannten Bienenstaat - mit Königin, rund 50.000 Arbeiterinnen und 1.000 Drohnen. Sie alle bilden eine jeweils eigene Kaste, das heißt eine klar abgegrenzte Gruppe von Individuen innerhalb des Staates. Jeder „Kaste“ fällt dabei ein eigener Aufgabenbereich zu, der zum Erhalt des Volkes beiträgt.

Die Königin

Die Bienen-Königin

Die Bienenkönigin ist das einzige „Vollweibchen“ in ihrem Volk - und sie sorgt dafür, dass das auch so bleibt. Sie ist als alleiniges fruchtbares Weibchen für die Eiablage und somit die Gründung eines neuen Volkes verantwortlich.

Eine Königin schlüpft am 16. Tag nach Ablage eines befruchteten Eis aus der so genannten Weiselzelle. Nach ersten Orientierungsflügen startet sie bei gutem Wetter ihren Hochzeitsflug, auf welchem sie von 10 bis 20 Drohnen begattet wird. Dieser Vorrat an Samen muss nun für ihre gesamte Lebensdauer, d.h. die folgenden drei bis vier Jahre ausreichen. Nach der Begattung sucht die Königin einen geeigneten Platz für ihren zukünftigen Stock und beginnt mit der Eiablage.

Die Arbeiterin (weibliche Biene)

Die Arbeiterin

Eine weibliche Biene - besser bekannt als Arbeiterin - schlüpft 21 Tage nach Ablage eines befruchteten Eis durch die Königin. Während ihrer Aufzucht wird sie anders gefüttert als eine zukünftige Königin, weshalb die Arbeiterin geschlechtslos bleibt. Die ersten drei Wochen ihres Lebens verbringt sie direkt im Stock, die letzten drei Wochen außerhalb der Behausung. Jene Arbeiterinnen, die gemeinsam mit der Königin überwintern, leben aufgrund ihrer leichteren Tätigkeiten länger - und zwar bis zu sechs Monate. Mehr dazu erfahren Sie im Kapitel rund um das Bienenjahr.

Die Arbeiterin verrichtet unterschiedlichste Tätigkeiten:

  • Tag 1-3: Putzen der Zellen für die Eiablage (Putzbiene)
  • Tag 4-11: Füttern der Brut (Pflegebiene)
  • Tag 12-17: Bauen von Zellen (Baubiene)
  • Tag 18-20: Bewachen des Fluglochs (Wächterbiene)
  • Ab Tag 21: Sammeln von Nektar, Honigtau, Pollen und Wasser (Sammelbiene)

Diese Reihenfolge ergibt sich aufgrund ihrer Entwicklung. So ist beispielsweise die Giftdrüse erst ab dem 18. Tag aktiv, davor kann die Biene nicht stechen. Als Wächter am Flugloch wäre sie also in den ersten zweieinhalb Wochen nicht geeignet.

Der Drohn (männliche Biene)

Der Drohn

Drohnen besitzen keinen Vater. Sie schlüpfen 24 Tage nach Ablage aus einem unbefruchteten Ei der Königin. Ihr Leben ist aus Sicht eines Menschen eher trostlos, von der Natur aber so vorgesehen: Ihre Hauptaufgabe besteht in der Begattung der Königin auf deren Hochzeitsflug, wobei Drohnen nach dem Begatten sterben. Innerhalb des Stocks dienen sie während ihrer kurzen Lebensdauer dem Wärmehaushalt und helfen bei der Futterkonservierung.

Ab August verweigern die weiblichen Bienen den Drohnen das Futter und zerren sie aus dem Stock. Dieser Vorgang wird auch Drohnenschlacht genannt. Da sie im Winter nicht gebraucht werden, würden sie nur unnütze Esser in der kalten Jahreszeit sein.

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