Bienenprojekt
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Biene ist nicht gleich Biene

Bei aller Bekanntheit der Honigbienen könnte man fast ihre wildlebenden Geschwister, die Wildbienen, vergessen. Beinahe 700 Wildbienenarten gibt es alleine in Österreich, und gerade sie sind meist auf die Bestäubung bestimmter Pflanzenarten spezialisiert.

Dabei muss man übrigens keine Angst haben: Der Großteil der Wildbienen hat so zierliche Stacheln, dass diese die menschliche Haut nicht durchdringen. Und anders als bei Honigbienen gibt es bei Wildbienen auch keine Schwarmbildung. Jedes Tier lebt für sich alleine. Vielleicht erkennen Sie diese beiden Arten wieder, wenn Sie sie das nächste Mal genauer beobachten:

Die Spalten-Wollbiene (Anthidium oblongatum)

Wildbiene

Ihren Namen verdankt diese Biene der Art und Weise, wie und wo sie ihre Nester baut. Bevorzugte Plätze dafür sind Erd- und Felsspalten. Zum Ausstaffieren der Nester verwendet sie abgeschabte Pflanzenhaare, sogenannte Pflanzenwolle. Zum Beispiel von Königskerzen, Strohblumen und Kugeldisteln. Im Gegensatz zur Honigbiene sammelt die Spalten-Wollbiene die Blütenpollen mit einer Bauchbürste und nicht mit den Hinterbeinen. Man kann diese Art zwischen Mai und Mitte August in ganz Österreich beobachten. Aber nur wenn man genau hinsieht, denn durch ihre gelb-schwarze Färbung könnte man sie auf den ersten Blick für eine Wespe halten.

Kuckucksbienen (z. B. Arten der Gattung Nomada)

Wie die Bezeichnung schon verrät, haben sich Kuckucksbienen darauf spezialisiert, fremde Nester für die Aufzucht ihrer eigenen Brut zu nutzen. Aber sie schmuggeln nicht nur ihre „Kuckuckseier” in fremden Nestern ein, sondern verlassen sich auch auf die Vorräte in den fremden Brutzellen und sammeln selber keine Pollen für ihren Nachwuchs. Zu den Kuckucksbienen zählen die weitgehend unbehaarten Wespenbienen, die in den unterschiedlichsten Gelb-Rot-Schwarz-Kombinationen in Österreich vorkommen.

Bienenexperte Fritz Gusenleitner am Wort

Fritz Gusenleitner, Leiter des Biologiezentrums Linz, weiß: „Die Bewahrung unserer Artenvielfalt ist die Grundvoraussetzung zur Absicherung unserer Lebensqualität und folglich unserer Zukunft. Die Insektenbestäubung muss als unersetzlicher Teil der Lebensmittelproduktion gesehen werden und ist notwendig, um unsere bunte Pflanzenwelt zu erhalten.”

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