Bienenprojekt
Bienenprojekt

HOFER unterstützt Bienen und Gemeinden

Blütenreiche Wegböschungen und Uferränder sind für Bienen und viele bestäubende Insekten wichtige Nahrungsinseln. Oftmals werden diese Rückzugsgebiete jedoch nicht optimal gepflegt oder zu häufig gemäht. Mit einem Bienenschutzfolder, der aufzeigt wie Wegränder bienenfreundlich und dennoch ideal bewirtschaftet werden können, greift HOFER gemeinsam mit dem | naturschutzbund | den geflügelten Helfern erneut unter die Flügel.

Bereits 2013 erhoben Bienenexperten im Burgenland in der Gemeinde Ritzing das Vorkommen von verschiedensten Insekten in blütenreichen Straßen- und Wegrändern. Daraus leiteten sie Handlungsempfehlungen ab, wie dort Bienenlebensräume erhalten oder geschaffen werden können. Aus beiden Maßnahmen entstand der Folder „Bienenschutz für Gemeinden”, den der | naturschutzbund | an alle österreichischen Gemeinden verschickt hat.

Dieser enthält wichtige Tipps für das Anlegen naturnaher Wegränder, die nicht nur Umwelt und Landwirtschaft helfen, sondern auch schön anzusehen sind. Gemeinden können die Artenvielfalt allein schon dadurch fördern, indem sie ihre Böschungsmahd und Wegrandpflege kritisch überdenken und der Natur den nötigen Raum geben. Und so kann man mit wenig Aufwand bereits Großes in Sachen Bienenschutz bewirken. Bis dato war es jedoch gar nicht so einfach, an gutes Informationsmaterial zu kommen, um unseren „Erntehelferinnen” unter die Flügel zu greifen. Mit dem Bienenschutzfolder schließen wir diese Lücke.

Gemeindeworkshop und Schulungen für Gemeindemitarbeiter

Als darauffolgendes Projekt gab es 2015 einen Gemeindeworkshop. Dabei diskutierten Bienenschutzexperten und Gemeindevertreter, wie der Folder praktisch angewendet werden könnte. Es stellte sich heraus, dass Mähgewohnheiten von Ort zu Ort unterschiedlich sind und vorgeschriebene Maßnahmen breit interpretiert werden. Daher gibt es bei den Gemeindemitarbeitern, die für die Straßenmahd zuständig sind, oft Unklarheiten. Als logische Konsequenz werden nun Praxisworkshops für Gemeinden angeboten. So wurden bei den zwei ersten Terminen in Tirol wichtige Informationen über den Bienenschutz sowie praktische Tipps direkt an der richtigen Stelle - und zwar bei den Bauhofmitarbeitern - angeboten.

Die besten Empfehlungen aus dem Bienenschutzfolder

Bei der schonenden Wiesenmahd gilt vor allem eines: weniger ist mehr. Ein bis zwei Mahden pro Jahr reichen vollkommen aus. Anstelle eines Schlägelhäckslers ist ein schonendes Schneidmähwerk empfehlenswert, dessen Schnitthöhe über 10 cm liegt. Ist die Zeit reif für die Mahd, sollten linke und rechte Wegrandseite nicht zur gleichen Zeit gemäht werden. Auch mit wenig Pflege werden die Wegränder schnell zum Paradies - nicht nur für die Bienen und Insekten vor Ort, sondern auch für Gemeindebürger, die zu Fuß oder mit dem Rad vorbeikommen.

Gemeinden, welche die Empfehlungen aus dem Folder umsetzen, hatten außerdem die Möglichkeit, „Blühstreifen-Tafeln” günstig zu erwerben, um damit im Gemeindegebiet auf ihre Bienenschutzaktivitäten aufmerksam zu machen. Zahlreiche Gemeinden - von Vorarlberg bis ins Burgenland - haben diese Chance bereits genutzt.

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